KLEINPFERDE Magazin für Ponys, Haflinger und Spezialrassen    
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20.07.2010

Erste EM-Medaille für deutsche Children
 
Aber auch Guglers Nachfolger Lars Meyer zu Bexten (Herford), der in Jardy die Children betreute, konnte mit dem Abschneiden seiner jungen Reiter sehr zufrieden sein. Nach einem vierten Platz in der Mannschaftswertung für Celine Schradick (Oldendorf) mit Contento (0/0), Frederike Staack (Lasbek) mit Calippo-Star (0/4), Marie Schulze Tophoff (Havixbeck) mit Prescot (0/8) sowie Preis-der-Besten-Sieger Simon Widmann (Markt Schwaben) mit Una Roza (8/4) konnte sich die 13-jährige Celine Schradick im Einzelfinale auch noch die Bronzemedaille sichern. Gemeinsam mit drei weiteren Paaren blieb sie während der gesamten EM ohne Abwurf und musste daher zuletzt um Edelmetall ins Stechen. Hier fiel erstmals und ausgerechnet am letzten Hindernis die Stange, so dass die 13-Jährige zwei ihrer Konkurrentinnen den Vortritt lassen musste, bei denen alle Stangen liegengeblieben waren: Tressy Muhr sicherte mit Lord du Valy dank der schnellsten Nullrunde den Titel für das Gastgeberland Frankreich. Silber ging an Millie Allen (Großbritannien) mit Trueleva. Insgesamt nur zwei Abwürfe während der EM leistete sich Bundessiegerin Frederike Staack mit Calippo-Star. Sie beendete ihre EM-Premiere damit zusammen mit acht weiteren Paaren auf dem 14. Platz. Einzelreiterin Laura Strehmel (Neustadt-Dosse) mit Letkiss landete mit insgesamt 13 Strafpunkten auf Platz 29. Marie Schulze-Topphoff, die kurzfristig ins Team nachgerückt war und es ebenfalls ins Finale geschafft hatte, belegte Platz 35 in der Endabrechnung. „Unsere Reiter haben hier in Frankreich alle einen unwahrscheinlichen Teamgeist bewiesen und bis zum Schluss gekämpft und ihr Bestes gegeben“, sagte Heidi van Thiel. Hb

05.07.2010


Jugendfahrturnier Herne: Klein, aber oho
 
Das Jugendfahrturnier im westfälischen Herne hat beim Fahrernachwuchs fast schon Kult-Status. Initiatorin Maria Backs gehörte mit Rudolf Temporini, Peter Tischer und Michael Freund zu den ersten Veranstaltern, die noch mit FN-Dispens Fahrprüfungen für Kinder und Jugendliche durchführte. Auch der nicht risikolose Versuch, eine komplette Marathonstrecke für Kinder in die Kombi-Wertung einzubauen hatte 2007 in Herne Premiere.
Wie in den Vorjahren bietet der RFV St. Hubertus Herne Qualifikationsprüfungen für den Deutschen Jugendfahrcup im November in Rulle an und in diesem Jahr erstmals auch für die Premiere der Deutschen Jugendfahrmeisterschaften Anfang August in Viernheim. Mindestens eine Placierung in einer Kombinierten Prüfung mit Gelände ist erforderlich für die Startberechtigung bei der DM, für Jugendliche bis 16 Jahren auf Niveau der Klasse A, bei den älteren in Klasse M. Entsprechend stark war das Teilnehmerfeld, das weit über NRW hinaus reichte.
Auch in diesem Jahr gab es etwas Innovatives: die verkürzte Geländeprüfung, bei der die klassischen Phasen A (Trabstrecke) und D (Schrittstrecke) ersetzt wurde durch eine mindestens zwanzig minütige kontrollierte Aufwärmphase unter Aufsicht eines Richters und eines Tierarztes, der gleichzeitig die Verfassungsprüfung durchführte. Auch diese Variante bedarf derzeit noch eines LPO-Dispenses, findet aber immer mehr Anhänger. Der Aufwand an Zeit und Hilfspersonal sinkt nämlich deutlich. Angesichts der extrem heißen Sommertemperaturen war diese Variante in Herne zudem auch besonders Pferde- und Fahrer-schonend.
Die Einspänner-Prüfungen der Klasse A für Junioren und Junge Fahrer bis 21 Jahren waren erwartungsgemäß die am stärksten besetzte Klasse, wobei mit 17 Ponys und drei Pferden die Prioritäten klar waren. Einen überraschenden Start-/Ziel-Sieg bei den Ponys verbuchte der kleinste Konkurrent, der nur 108 cm große Shetty-/Welsh A-Mix Pumuckel mit der erst 12jährigen Karolin Schettler (Haltern), die schon in der Dressur in Führung ging und diese auch nach Gelände- und Kegelfahren nicht mehr hergab. Zweiter bei den Pony-Einspännern und zugleich auch Sieger bei den Pony Zweispännern, die mit acht Startern zahlenmäßig knapp besetzt waren, wurde Alexander Wiederhold (Greven), der jeweils englische Dales-Ponys aus der Zucht seiner Mutter und Beifahrerin Dr. Doris Kleffken-Wiederhold angespannt hatte. Beide Nachwuchsfahrer haben bereits internationale Einsätze im Team der deutschen Junior Whips hinter sich.
Auf dem Niveau der Klasse M wird es bei den Jugendlichen schon rar. Bei den Einspännern ermittelten vierzehn Starter bei den Ponys und acht Starter mit Pferden ihre Sieger: Sarah Ruckert (Ponys) und Sakia Wieditz aus Werne (Pferde). Bei den Zweispänner-Prüfungen der Klasse M traten sieben Teilnehmer mit Ponys und gerade noch drei mit Pferden an. Hier siegten in der Kombi-Wertung aus Dressur, Gelände und Kegelfahren Jörn Winthens aus Wegberg (Ponys) und Sven Kunkel aus Modautal/Hess. (Pferde).
www.proEinspaenner.de

04.07.2010

Erste FN-Bundesstutenschau „Deutsches Classic Pony“
 
Drei Siege für Stute Heather
Bad Gandersheim (fn-press). Mit sieben Familien und fast 70 Stuten feierte die erste FN-Bundesstutenschau „Deutsches Classic Pony“ auf der Reitanlage des Pony-Gestüts Clus in Bad Gandersheim in Niedersachsen eine erfolgreiche Premiere.

„Für diese noch sehr junge Rasse haben wir eine gute Qualität und auch eine erfreulich hohe Anzahl an Ponys gesehen, rundum eine gelungene Veranstaltung“, lobte Hans-Heinrich Stien (St. Peter-Ording), stellvertretender Vorsitzender des FN-Bereichs Zucht und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Pony- und Kleinpferdezüchter (AGP). Anlässlich des 75. Jubiläums des Pony-Gestüts Clus veranstalteten der Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover und die Interessengemeinschaft (IG) Classic Pony diese FN-Bundesstutenschau und eine erste Internationale Classic-Pony-Schau. In verschiedenen Altersklassen unterteilt, wurden die Ponys von Zuchtrichtern bezüglich ihres Gebäudes, ihres Rassetyps und Gangwerks im Schritt und Trab beurteilt und rangiert.

Bundessiegerstute der drei- bis fünfjährigen Stuten wurde Gladies von Obersee v. Granit von Talhof aus der Zucht von Manfred Sielemann (Bielefeld) und im Besitz von Katharina Tünemann-Rohlfing (Wagenfeld). Gladies war zuvor als beste Vierjährige schon herausgestellt worden. Solie heißt die Bundesreservesiegerstute, sie siegte zuvor in der Klasse der fünfjährigen Stuten. Sie stammt von So-What ab und wurde auf dem Ponygestüt Lückel in Herdecke gezogen, das auch gleichzeitig der Besitzer ist. Als Bundessiegerstute der sechsjährigen und älteren Ponys stellten die Richter das Pony Heather v. Belmondo heraus. Züchter und Besitzer von Heather ist Werner Firsching aus Grettstadt. Reservesiegerstute wurde Best Girl von Clus. Der Vater heißt Jabolo, Züchter und Besitzer ist die gastgebende Familie Grober aus Bad Gandersheim. „Familie Grober kommt eine besondere Bedeutung zu, sie hat die Rasse Deutsches Classic Pony aus der Taufe gehoben“, erklärte Stien.

Höhepunkt sind bei einer solchen Schau auch immer die Familienwettbewerbe, bei denen mehrere Ponys gleichzeitig als Gruppe präsentiert werden. Hier siegten die drei Ponys von Werner Firsching. Die Stute Heidetraum mit ihren beiden Töchtern Heather, zuvor Bundessiegerstute geworden, und Hafis erhielten so den Titel Bundessiegerfamilie. Auf den zweiten Platz kamen die drei Schwestern Best Girl von Clus, Best-May von Clus und Bestdream von Clus, die die Familie Grober präsentierte.

In den neun verschiedenen Klassen, jeweils unterschieden nach dem Jahrgang, waren außerdem folgende Stuten erfolgreich: Bei den dreijährigen Stuten siegte Hafis v. Jo-Co’s KC Coyne Connection (Züchter und Besitzer Werner Firsching) vor Vanja v. So-What (Z./B.: Hans-Josef Schlömer, Dormagen). Bei den Vierjährigen platzierte sich hinter der Siegerin Gladies von Obersee die Stute Lea v. So-What (Z./B.: Hans-Josef Schlömer). Hinter Solie auf Platz zwei bei den Fünfjährigen kam Jitka v. Juwel (Z./B.: Werner Firsching). Siegerin bei den Sechsjährigen wurde Best Girl von Clus v. Jabolo (Z./B.: Familie Grober). Platz zwei ging in dieser Altersklasse an Highhair von Clus, ebenfalls aus der Zucht und dem Besitz der Familie Grober. Belinda v. Juwel (Z./B.: Werner Firsching) heißt die Siegerin bei den Siebenjährigen, Hennessy von Clus v. Jabolo (Z./B.: Familie Grober) ist hier die Zweitplatzierte. In der Klasse VII, acht- bis neunjährige Stuten, ging der Sieg an Farida v. Justin (Z.: Urban Braun, Schönenberg, B.: ZG Zimmermann, Scheden) vor Goldlöckchen v. Jacob’s Kroenung (Z.: Edith Höffelmeyer, Hüde/Berglage, B.: Wolfgang Scheele, Osterode). Bei den zehnjährigen Stuten gewann Happy’s Sun v. Winner (Z./B.: Thomas Zimmerer, Lichtenstein) vor Phoenix v. Jacob’s Kroenung (Z.: Günther Zierfuss, Rehburg-Loccum, B.: Heiner Zierfuss, Nordholz). Heather, spätere Bundessiegerstute und zugehörig zur Bundessiegerfamilie, hatte zuvor bei den elfjährigen und älteren Stuten schon ihren ersten von drei Siegen geholt. Auf Platz zwei rangierte in dieser Klasse Brix von Clus v. Jo-Jo (Z.: Dieter Grober, B.: Familie Grober). evw

Weitere Informationen unter www.classic-pony.com

04.07.2010

Zwei Siege für deutsche Ponyfahrer in Tschechien
 
Nebanice/CZE (fn-press). Beim internationalen Turnier im tschechischen Nebanice hat der amtierende Weltmeister der Pony-Zweispänner Daniel Schneiders (Petershagen) die Kombinierte Wertung der Pony-Vierspänner gewonnen. Der erst 13-jährige Nachwuchsfahrer Marco Freund (Dreieich), Sohn vom mehrfachen Weltmeister Michael Freund, siegte bei den Pony-Zweispännern.
Bei den Pony-Vierspännern platzierten sich hinter Daniel Schneiders mit 147,70 Punkten mit Thomas Bär (Mühltroff/185,04), Martin Ritter (Pausa/190,85), Rainer Ochs (Bruchköbel/197,25) und Wilhelm Tischer (Neu-Isenburg/205,34) vier weitere deutsche Fahrer auf den Plätzen zwei bis fünf. „Dort war ja leider auch keine Konkurrenz, wir waren ja unter uns“, sagte Meier.
Bei den Pony-Zweispännern kam hinter Marco Freund mit 141,40 Punkten der Österreicher Karl Cvörnjek (145,00) auf Platz zwei und Rang drei ging an Vanessa Spalt (152,64) aus Bickenbach. evw


06.06.2010


Abendstern und Alexandria als Welthaflingersiegerhengste
 
Mit allen Wasser gewaschen sein musste man im Mekka der Haflinger im wahrsten Sinne des Wortes. Wahre Sturzbäche ergossen sich über die Arena zur abendlichen Eröffnungsfeier am 2. Juni. Nur die Wetterfrösche versprachen Licht am Himmel, und so endete die fünftägige Welthaflingerausstellung in einer heftigen Hitzeschlacht.
Unter diesen Bedingungen hatten auch die rund tausend Haflinger, die sich der internationalen Bewertungskommission stellen mussten. Auch eine Herausforderung an die Aussteller, die unermüdlich ihre Schrittrunden zu bewältigen hatten.
Gesamtsiegerhengst wurde bereits zum dritten Mal der 15-jährige Abendstern v. Amadeus vom Fohlenhof Ebbs.

06.06.2010


Alexandria von Nordtirol
 
Gesamtsiegerstute der Weltausstellung Ebbs wurde die fünfjährige Alexandria von Nordtirol, die die Familie Berchtold aus Innsbruck vorstellte.

06.02.2010


Sevruga schönster Haflinger Junghengst
 
liz.410/T Sevruga schönster Haflinger Junghengst des Jahres bei der Körung 2010

Traditionell ist der züchterische Auftakt eines jeden Jahres die Hengstkörung, welche besonders heuer im Weltausstellungsjahr, trotz Dauerregen, von einer noch größeren Zuschauermenge aus aller Welt begeistert verfolgt wurde. Für die Präsentation der 19 besten Hengste, die über 3 Jahre auf dem Fohlenhof und der Hengstalm in einer Herde artgerecht aufgezogen wurden, kamen über 1000 interessierte Beobachter aus aller Welt in das Haflinger-Zentrum nach Ebbs. Die 3-jährigen Junghengste wurden dabei erstmals einer breiten Züchterschaft vorgestellt und die zukünftigen Vererber ausgewählt. Seit hunderten Jahren ist diese Auswahl für Zuchthengste in allen Rassen und in ganz Europa einer der wichtigsten Tage eines Zuchtjahres. Die Hengstkörung des Tiroler Haflinger Pferdezuchtverbandes ist dabei der wichtigste Körtermin dieser Rasse weltweit. Tirol gilt unbestritten als Blutquelle für die internationale Haflinger-Zucht und die Bedeutung der Körung, die jährlich in Ebbs am 1. Samstag im Februar stattfindet, wird dadurch verständlich. Zuchtexperten aus Großbritannien, USA, Dänemark, Schweden, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Italien, Tschechien, der Slowakei, und natürlich ganz Österreich waren wieder nach Ebbs gekommen, um der Auswahl der neuen Deckhengste beizuwohnen.
In der üblichen Weise wurden die Hengstanwärter vorerst der Kommission, bestehend aus Verbandsgeschäftsführer Johannes Schweisgut, Verbandsobmann Hans Strobl, den beiden Verbandsobmannstellvertretern Romed Posch und Oswald Hochfilzer, sowie dem Amtstierarzt Dr. Peter Kastlunger vorgestellt.
Siegerhengst wurde der Hengst liz.410/T Sevruga, gezüchtet von Gerhard Weiler aus Anras in Osttirol. Dieser Spitzenhengst wird die nächsten Jahre im Zuchtgebiet Tirol im Ötztal zum Deckeinsatz kommen. Der Haflinger Pferdezuchtverband Tirol hat diesen Hengst trotz zahlreicher Angebote aus mehreren Ländern nicht zum Verkauf angeboten, sondern will mit diesem Hengst eine noch stärkere Qualitätsverbesserung im eigenen Land erzielen.
Reservesieger wurde der Hengst liz.411/T Stilton, gezogen von Familie Pfausler aus Roppen, der in Zukunft in Imst für zahlreiche Nachkommen sorgen wird.
Die Körung in Ebbs hat wiederum bewiesen, dass der Fohlenhof nicht nur geistiges Weltzentrum der Haflinger-Zucht ist, sondern dass für alle 70 Nationen die Haflinger züchten, die Hengste aus dem Fohlenhof nach wie vor Weltspitze bedeuten. Die Ebbser Hengste sind weltweit gefragt und sorgen bei den 250.000 Haflingern die es weltweit gibt für die beste Nachzucht.
Die Exterieurbeurteilung war nach der harten aber artgerechten Aufzucht, der erste Schritt als Zuchthengst. Die Decksaison wird die erste Prüfung sein und die Qualität der Stuten die zu den Hengsten zum Decken kommen wird eine erste Latte für den Fohlenjahrgang legen. Als nächsten Schritt haben dann die Hengste den Haflinger Eignungstest im September zu absolvieren und dabei werden die Eigenschaften im Reiten, in Dressur und Springen und im Fahren von einer unabhängigen Kommission überprüft.

Foto: Sieger und Reservesieger mit ihren Züchtern

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